Fachministerkonferenz Sport der Großregion setzt starke Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Am Rande der derzeit in Trier ausgetragenen IHF-Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2025 sind gestern die für den Sport zuständigen Ministerinnen, Minister und politischen Verantwortlichen der Großregion zu ihrer jährlichen Fachministerkonferenz zusammengekommen. Der Vorsitz lag in diesem Jahr bei Gregor Freches (PFF), Minister für Kultur, Sport, Tourismus und Medien der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Die Tagung fand in der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports statt und wurde von einem intensiven Austausch über aktuelle sportpolitische Herausforderungen und Prioritäten begleitet. Die Delegationen aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, der Region Grand Est, dem Département Moselle sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft bekräftigten ihr gemeinsames Engagement für die Werte und Ziele der Charta des Sports der Großregion.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Sportfonds der Großregion, der im Sommer 2025 eingerichtet wurde.
Der Fonds ist ein Meilenstein in der Umsetzung der Charta und unterstützt gezielt grenzüberschreitende Projekte von Vereinen, Schulen, Fachverbänden und Kommunen – insbesondere in den Bereichen Amateursport- und Schulveranstaltungen, Ehrenamtsförderung, Inklusion und Integration sowie mehrsprachige didaktische Materialien. Bereits die ersten geförderten Projekte belegen das große Potenzial dieses Instruments.
In ihren Beiträgen unterstrichen die politischen Verantwortlichen die besondere Bedeutung des Sports als verbindendes Element in einer Zeit vielfältiger gesellschaftlicher, sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Sport fördere Gesundheit, sozialen Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit und europäische Verständigung und wirke als Begegnungsraum, der Brücken zwischen Menschen und Regionen baut.
Bereits im ersten Förderjahr konnten mehrere Projekte von Vereinen, Verbänden, Schulen und Gemeinden erfolgreich unterstützt werden. Die Delegationen hoben hervor, dass der Fonds einen wichtigen Anstoß für Kooperation, Innovation und Sichtbarkeit im großregionalen Sport bilde.









Minister Gregor Freches betonte in seiner Rede, dass Sport nicht nur Bewegung sei, sondern auch Bildung, Integration und ein wichtiger Katalysator für grenzüberschreitende Teilhabe:
„In der Großregion zeigt sich der Sport von seiner stärksten Seite: er verbindet Menschen, überwindet Grenzen und schafft echte Gemeinschaft.“
Ein Höhepunkt des Treffens war die gemeinsame Unterzeichnung einer Absichtserklärung, die die institutionelle Zusammenarbeit im Sport der Großregion in den kommenden Jahren weiter festigt. Die Erklärung setzt klare Prioritäten:
- erleichterter und niederschwelliger Zugang zu Fördermitteln
- stärkere Einbindung junger Menschen
- gezielte Förderung des Frauen-, Para- und Seniorensports
- nachhaltige Stärkung des Ehrenamts
- verstärkte Nutzung grenznaher Sportinfrastrukturen
- Fokus auf inklusive und nachhaltige Sportangebote
Die Ministerinnen, Minister und Verantwortlichen bekräftigen damit ihren Willen, den eingeschlagenen Weg ambitioniert fortzusetzen.
Mit Blick auf 2026 wird die Arbeitsgruppe Sport beauftragt, die thematische Vernetzung innerhalb des Gipfels weiter auszubauen. Wichtige Ziele sind eine nachhaltige Verwaltung des Fonds, die Stärkung des Schwimmunterrichts, die Verbindung von Sport und nachhaltigem Tourismus sowie die erhöhte Sichtbarkeit großregionaler Initiativen – einschließlich der inklusiven Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026.
Die Fachministerkonferenz Sport 2025, erstmals unter ostbelgischem Vorsitz, hat gezeigt, dass der grenzüberschreitende Sport in der Großregion kraftvoll in die Zukunft blickt. Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung, der Stärkung des Sportfonds und der klaren Ausrichtung auf 2026 wurde ein starkes Signal gesetzt:
Die Großregion gestaltet den Sport gemeinsam – verbindend, nachhaltig und zukunftsorientiert.