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Abkommen zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft und dem Flagey verlängert

Am Mittwoch, den 22. Oktober, durfte ich im Brüsseler Kulturhaus Flagey gemeinsam mit Gilles Ledure, dem Generaldirektor des Hauses, den neuen Kooperationsvertrag zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und dem Flagey unterzeichnen.
Damit setzen wir eine bewährte Partnerschaft fort, die bereits seit 2014 besteht und in den vergangenen Jahren zahlreiche kulturelle Begegnungen ermöglicht hat.


Die Zusammenarbeit mit dem Flagey ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturpolitik:
Sie bietet Künstlerinnen und Künstlern aus Ostbelgien die Möglichkeit, ihre Arbeiten auf einer der bedeutendsten Bühnen Brüssels zu präsentieren – und das mitten im Herzen Europas.


So tragen wir dazu bei, dass ostbelgische Kultur überregional sichtbar wird und gleichzeitig neue Verbindungen zwischen unserer Gemeinschaft und der Hauptstadtregion entstehen.

„Kultur ist Begegnung – und genau das fördert die Partnerschaft mit dem Flagey. Sie macht Ostbelgien in Brüssel erlebbar und schafft Räume für Austausch, Inspiration und Kreativität.“
Gregor Freches, Minister für Kultur und Medien


Mehr Flexibilität, klare Ziele

Der neue Vertrag gilt für die Jahre 2026 bis 2028 und wurde inhaltlich leicht angepasst, um mehr Spielraum bei der Projektgestaltung zu ermöglichen.
Das Flagey verpflichtet sich, während dieser Laufzeit sechs kulturelle Aktivitäten mit ostbelgischer Beteiligung zu realisieren – darunter mindestens ein pädagogisches Projekt, das junge Menschen anspricht und kulturelle Bildung fördert.

Darüber hinaus wird auch auf die Sichtbarkeit Ostbelgiens geachtet:
Das Förderlogo Ostbelgiens wird in allen Publikationen des Flagey verwendet, und das Vorwort der Jahresbroschüre erscheint künftig auch in deutscher Sprache.


Was bisher erreicht wurde

Die bestehende Partnerschaft hat bereits viele erfolgreiche Projekte hervorgebracht. Besonders hervorzuheben sind die Aktivitäten aus dem Jahr 2024:

„Entdecke das Orchester!“ – Ein interaktives Schulkonzert (März 2024)
Über 50 Schülerinnen und Schüler des ECEF Eupen besuchten das Flagey und erlebten ein mitreißendes Konzert mit dem Brussels Philharmonic und ReMuA.
Die aus Eupen stammende Chantal Heck leitete das Konzert – als Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin. Durch vorbereitende Workshops und ein pädagogisches Begleitprogramm wurde Musik hier zu einem echten Erlebnis für junge Menschen.

🎹 „Partita Ritardata“ von Paul Pankert (November 2024)
Der ostbelgische Komponist Paul Pankert präsentierte gemeinsam mit dem Pianisten Fabian Coomans ein beeindruckendes Konzert im Studio 1 des Flagey.
Ein spannendes Zusammenspiel aus klassischer Form und moderner Klangästhetik, das das Publikum begeisterte und die künstlerische Vielfalt Ostbelgiens eindrucksvoll unterstrich.


Für den neuen Förderzeitraum 2026–2028 stellt die Deutschsprachige Gemeinschaft 30.000 Euro bereit.
Die Mittel werden jährlich nach Vorlage der Tätigkeitsberichte und Nachweise abgerufen und gezielt dort eingesetzt, wo sie künstlerische Qualität und kulturelle Teilhabe fördern.

„Das Flagey ist für uns mehr als nur ein Veranstaltungsort. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem Ostbelgien mit seinen kreativen Stimmen präsent ist. Diese Partnerschaft ist eine Investition in Austausch, Bildung und Sichtbarkeit.“


Die kommenden drei Jahre bieten erneut viele Chancen, Kultur aus Ostbelgien auf einer großen Bühne zu zeigen. Ich freue mich auf neue Projekte, inspirierende Begegnungen und darauf, unsere Künstlerinnen und Künstler auch künftig in Brüssel vertreten zu sehen.